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Rückblick: Filmkurs „Lichtgestaltung mit einfachen Mitteln“

Workshop im Medienzentrum Wiesbaden e.V.

Am 26. und 27. August 2022 hielt der Filmlichtexperte, Buchautor, Filmemacher und Fotoingenieur Achim Dunker im Medienzentrum Wiesbaden einen Workshop, bei dem es hauptsächlich darum ging, Licht durch einfache Mittel zu gestalten.

Wie lässt sich ein szenisches Filmlicht schaffen, wenn kein großes Budget zur Verfügung steht? Worauf kommt es bei der Lichtgestaltung im Wesentlichen an? Diese und viele weitere Fragen beantwortete Achim Dunker in seinem Workshop.

An dem Seminar haben sieben Personen teilgenommen. Dazu zählte als jüngste Teilnehmerin eine 16-jährige Schülerin, die bereits bei einem anderen Projekt des Medienzentrums dabei gewesen ist. Zu den Teilnehmenden gehörte außerdem eine 51-jährige Mutter mit ihrem 15-jährigen Sohn. Dieser besuchte in der Vergangenheit bereits das BJF-Seminar,,How to YouTube“ im Medienzentrum. Weitere Teilnehmende waren ein Student sowie ein Schüler, beide ehemalige Beteiligte am „filmreif“-Projekt. Auf den Workshop sind die Interessierten entweder durch einen Brief, eine Mail vom Medienzentrum oder vom Sekretariat des eigenen Studiengangs bzw. durch persönliche Ansprache aufmerksam geworden.

Der Workshop begann mit einer Kennenlernrunde, in der die Teilnehmenden nach speziellen Wünschen und Interessen gefragt wurden, auf die dann im Laufe des Workshops eingegangen wurde. Es folgte eine theoretische Einführung. Eine These des Leiters lautete dabei: „Falls Lichtgestaltung nicht möglich ist, sollte man am besten mit dem vorhandenen Licht, bspw. natürlichem Licht, arbeiten und dieses auf optimale Weise gestalten.“ So sei es auch möglich, gute Fotos allein durch den Lichteinfall am Fenster zu erhalten. Im theoretischen Teil ging der Seminarleiter außerdem auf wichtige Inhalte wie Einstellungsgrößen, Perspektive, Weitwinkel, Schatten, hartes und weiches Licht ein und welche Wirkung diese auf den Betrachtenden haben.

Auf den theoretischen folgte der praktische Teil. Durch die Einbringung sowohl von Theorie als auch Praxis war die Veranstaltung sehr abwechslungsreich. Im praktischen Teil hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, mittels der vorhandenen Ausstattung des Medienzentrums oder mit eigenen Geräten, mit Achim Dunkers Hilfe, eigene Bilder zu kreieren. Es wurden dabei verschiedene Leuchtmittel verwendet: LED´s, Halogene oder auch Reflektoren. Dabei wurden unterschiedliche Aspekte wie Lichteffekte, Schatten, Positionierung und zudem auch die klassische 3 Punkt Beleuchtung (Führungslicht, Aufhellung (Fülllicht), Spitzlicht (Kante)) erläutert. Auch die Porträt-Ausleuchtung vor verschiedenen Hintergründen, bspw. am Fenster, wurde praktisch umgesetzt. Bei den Übungen merkte man schnell, dass Bilder eine ganz unterschiedliche Wirkung auf den Betrachtenden haben können. Diese hängt ab von der Art der Leuchtmittel, der richtigen Beleuchtung und zudem auch der Positionierung der porträtierten Person. Achim Dunker gab Tipps, Tricks und Ideen zu verschiedenen Verfahren und teilte seine eigenen Erfahrungen. So erhielten die Teilnehmenden wertvolle Hilfestellungen bei der Verbesserung der eigenen Bilder. Danach wurden die Teilnehmenden in zwei Gruppen geteilt und hatten die Möglichkeit – ohne Hilfe – innerhalb von 20 Minuten ein Foto zu kreieren. Die Gestaltung war freigestellt. Beide Gruppen entschieden sich für Porträtfotografie und setzten diese auf unterschiedliche Weise um. Somit hatten beide Bilder auch jeweils eine andere Wirkung auf den Betrachtenden. Im Bild einer Gruppe wurden die Kontraste betont, das Bild der anderen Gruppe wirkte spannend durch die Jalousie-Schatten, die einen Verfremdungseffekt im Gesicht bewirkten.

Im Anschluss gab sowohl Achim Dunker den Gruppen jeweils ein Feedback zu den entstandenen Fotografien, als auch die Teilnehmenden dem Leiter in Bezug aus den zweitägigen Workshop.

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